Über den Film 

Naturerlebnisse

Der Film ist eine Entdeckungsreise in die artenreiche Welt der freilebenden Vögel in Deutschland, die viel mehr zu bieten hat als allgemein angenommen wird.
Mit eindrucksvollen Bildern zeigt der Film, dass interessante Naturerlebnisse selbst in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland durchaus möglich sind.

Doch die meisten der in Deutschland lebenden Vögel führen ein verstecktes Leben und entziehen sich menschlichen Blicken. Daher bleibt vielen der Zugang zu dieser Welt verschlossen. Auch hat längst nicht jeder die Zeit und auch nicht die Geduld für stundenlange Beobachtungen, obwohl er sich für die Natur interessiert. Der Tierfilmer lädt in seinem Film die Zuschauer ein, ihn bei seinen Dreharbeiten zu begleiten und er verrät seine besten Beobachtungsplätze.

Die Dreharbeiten

Hans-Jürgen Zimmermann reiste für seinen Film monatelang durch Deutschland, von den Alpen bis zur Nord- und Ostsee. Dabei gelangen ihm faszinierende Aufnahmen, die jeden Naturliebhaber und Vogelfreund begeistern werden.

Ganz bewußt hat er auf filmische Effekte, Computeranimationen und sonstige Filmtricks verzichtet. Natur erleben - pur - steht im Vordergrund.
Der Film zeigt echte Wildlife-Szenen, reale Filmaufnahmen von freilebenden Vögeln in Deutschland, die nicht mit handzahmen Tieren in Gehegen gedreht wurden.  Ganz nach dem Motto: Meistens ist das Einfache das Echte.

Dadurch waren die Dreharbeiten extrem zeitintensiv. Hans-Jürgen Zimmermann mußte hinter seiner Kamera oft stundenlang, manchmal sogar tagelang ausharren, bis die Szenen im entsprechenden Licht gefilmt werden konnten.

 

Kamera,Buch und Regie
Hans-Jürgen Zimmermann
Schnitt
Ralf Brings
Zusätzliche Aufnahmen
Uwe Moldenhauer
O-Ton Aufnahmen
Timm Moldenhauer
Kamera-Assistenten
Hans Josef Herzhauser
Aaron Zimmermann
Sounddesign
Karl Atteln
Redaktionelle Bearbeitung
Petra Dietz
Musik
Hans G.Belz
Titelgestaltung und Grafik
Rosemarie Moldrickx
Tonmeister
Karl Atteln
OFF-Sprecher
Dr. Alfred Huff
Sprecher
Olaf Pessler
Luftaufnahmen
Klaus Stuhl
Tonmeister Foleys
Karl Atteln
Foleys
Hans-Jürgen Zimmermann
Standfotografie
Hans-Christian Kahl
Foleys
Hans-Jürgen Zimmermann
Everhardus Schakel
Günter Wagner
Fachliche Beratung
Dr. Klaus Richarz
Martin Hormann
Dr. Markus Nipkow
Dr. Dietmar Ikemeyer
Produktionsbüro
Petra Zimmermann
Verleih
APZ Medienproduktion und Vertrieb GmbH

Der Filmemacher

Tierfilmer Hans-Jürgen Zimmermann

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Schon 1977 produzierte Hans-Jürgen Zimmermann seine erste Fernsehproduktion (Fliegende Unterwasserjäger).  Über 170 Produktionen hat er seither für die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender produziert.

Für Zimmermann hat die heimische Tierwelt ihren besonderen Reiz. Vor der eigenen Haustür kennen sich die wenigsten Menschen aus und auch die Kenntnis über die Tierwelt ist sehr bescheiden. Daher ist sein Ziel, den Menschen die heimische Natur nahe zu bringen.

Mit der Naturdoku "Geheimnisse des Waldes" ging Zimmermann 2012 erstmalig auch in die Kinos.

Interview mit Hans-Jürgen Zimmermann

  • Was unterscheidet „Deutschlands wilde Vögel“ von Ihren bisherigen Arbeiten und was reizt Sie, für die Leinwand zu produzieren?

    Zum ersten Mal verrate ich meinen Zuschauern ein großes Geheimnis. Ich zeige meine besten Beobachtungsplätze, die ich als Tierfilmer in Deutschland kennengelernt habe. Und ich gebe Tipps für eigene Beobachtungen. Das habe ich so bisher noch nie in einem Film gesehen. Der Reiz am Kino ist die „Macht/Faszination“ der großen, überdimensionalen Bilder sowie das ungestörte Sehvergnügen/Seherlebnis. Als ich vor mehr als 30 Jahren die ersten Filme für das Fernsehen produzierte, waren die Bildschirme noch relativ klein. Schon damals liebäugelte ich mit dem Gedanken, irgendwann einmal einen Kinofilm zu drehen. Dank der neuen HD-Technik ist jetzt die Zeit gekommen, für beide Formate zu produzieren.
  • Herr Zimmermann, nach „Geheimnisse des Waldes“ ist dies Ihr zweiter Kinofilm. Sind Sie auf den Geschmack gekommen, für das Kino zu produzieren?

    Für das Kino zu produzieren, ist für mich eine große Herausforderung. Mit meinen Filmen spreche ich alle naturinteressierten Menschen an – ich möchte sie für die Natur direkt vor der Haustür begeistern. Anders als beim Fernsehen entscheidet sich der Kinozuschauer ganz gezielt für den Film, den er anschaut. Es ist kein Zufallszuschauer. Das finde ich besonders faszinierend. Ich möchte meinen Zuschauern nicht nur gute Unterhaltung bieten, sondern will neben schönen Bildern auch eine Botschaft vermitteln.
  • In vielen Naturfilmen wird heute mit 3D, Spezialeffekten, Zeitlupen u. ä. gearbeitet. In Ihren Filmen gibt es all das nicht. Warum?

    Technische Spielereien kommen in meinen Filmen nur ganz selten vor, schließlich mache ich Dokumentationen, die absolut der Realität entsprechen sollen. Wichtig ist mir auch dieser Hinweis: Keine einzige Szene wurde mit zahmen Vögeln gedreht, nichts wurde „getürkt“. Alle Aufnahmen sind echte Wildlife-Szenen, die draußen in freier Natur und mit großem Zeitaufwand gedreht wurden. Also, ich dokumentiere, ich inszeniere nicht. Das ist ein großer Unterschied, und das schätzen viele meiner Zuschauer.
  • Welche Faszination üben Vögel auf Sie aus? Was macht diese Spezies in Ihren Augen so außergewöhnlich?

    Vögel können sich in drei Elementen bewegen: Auf der Erde, im Wasser und in der Luft. Wir Menschen können das nicht, und das begeistert mich. Dazu kommen die enormen Größenunterschiede der Vögel, die bunten Farben und die unterschiedlichsten Lebensweisen. Im Hochgebirge leben andere Vögel als im Mittelgebirge, im Moor andere als im Wald, in den Wiesen andere als an der Küste. Die Artenvielfalt, die sich bei uns in Deutschland beobachten läßt, fasziniert mich.
  • Wie sieht Ihre Recherche im Vorfeld aus? Woher wissen Sie, welche Tiere bzw. im vorliegenden Film welche Vögel wo anzutreffen sind?

    Die richtigen Drehorte für die jeweiligen Tiere zu finden, ist nicht immer ganz leicht, daher ist eine gute Recherche sehr wichtig. Welche Tiere wurden wo beobachtet? Welcher Experte kann hier befragt werden? Im Laufe der Jahre konnte ich mir ein überregionales Netz von Experten aufbauen, die mir bei den jeweiligen Themen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das erleichtert mir enorm die Arbeit und spart viel Zeit.
  • Wie lange dauerten die Dreharbeiten zu diesem Film und wieviel Material mussten Sie im Schneideraum sichten?

    Die Dreharbeiten dauerten zwei Jahre. Das ist für ein solches Projekt eine relativ kurze Zeit. Ich hatte viel Glück beim Drehen, und auch das Wetter hat in dieser Zeit gut mitgespielt. Bei anderen Naturdokus, etwa über den Apollofalter, brauchte ich ganze 5 Jahre, bis ich alle Szenen abgedreht hatte. Natürlich entsteht bei der Produktion einer solchen Dokumentation eine Menge Rohmaterial, bei der die Kamera ja sozusagen als „stiller Beobachter“ dabei ist. Mit wieviel Stunden Material ich in den Schneideraum gegangen bin, kann ich nicht genau sagen. Das werden über 100 Stunden Rohmaterial gewesen sein. Jedenfalls war es meilenweit über dem sonst üblichen Drehverhältnis. Schnitt und die anschließende Postproduktion nahmen etwa 6 Monate in Anspuch. Danach wollte ich nur noch raus aus dem Schneideraum und freue mich jetzt wieder auf neue Dreharbeiten in der Natur.
  • Gibt es ein Erlebnis bei den Dreharbeiten zu „Deutschlands wilde Vögel“, das für Sie ganz besonders war?

    Obwohl ich schon mehr als 30 Jahre Natur- und Tierfilme in Deutschland produziere, ist mir bei diesem Filmprojekt etwas ganz besonders deutlich geworden: Deutschlands Vogelwelt ist artenreicher als ich es gedacht hatte. Mehr als 250 verschiedene Arten brüten jedes Jahr bei uns. Das ist fast unglaublich bei einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland. Von allen Erlebnissen sind mir die Dreharbeiten über die letzten Großtrappen im Havelland in besonderer Erinnerung geblieben. Dabei ist noch nicht einmal etwas Spektakuläres passiert. Alleine die Tatsache, dass es eine Drehreise zu den letzten ihrer Art in unserem Land war, hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht. Auf dieses Kapitel im Film bin ich schon ein bisschen stolz.
  • Wie muss man sich eigentlich die Arbeit als Tierfilmer vorstellen? Und welche Voraussetzungen muss man dafür mitbringen?

    Natürlich stehen die Dreharbeiten draußen in der Natur im Mittelpunkt meiner Produktionen. Aber die verlaufen bei weitem nicht so spektakulär, wie man sich das als Außenstehender vorstellt. Natürlich gibt es da auch Stunden oder auch Tage, wo alles wie am Schnürchen läuft und die Kamera von morgens bis abends schnurrt. Das sind die sogenannten „Sternstunden des Tierfilmers“, von denen man leider nie genug bekommt. Diese Tage sind sehr dünn gesät. Denn die meiste Zeit ist Warten angesagt, immer nur warten. Stundenlang. Tagelang. Trotzdem ist man ständig angespannt - für den Fall des Falles, denn jede Sekunde kann vor der Kamera etwas passieren, und darauf muss man ständig gefasst sein. Diese permanente Anspannung ist es auch, die den Reiz beim Drehen ausmacht. Egal, ob Sommer oder Winter, Kälte oder Hitze, Regen oder Schnee: Nur wer die entsprechende Ausdauer und die nötige Geduld mitbringt, ein großes Herz für die Natur hat sowie über die technischen Voraussetzungen verfügt, sollte sich an diesen Beruf heranwagen. Nur soviel sei gesagt: Ein Job für die schnelle Karriere und für's schnelle Geld ist es nicht.
  • Verbinden Sie ein Anliegen mit Ihren Filmen? Stichwort: Was ich kenne und liebe, schütze ich.

    Mir geht es bei meinen Filmen in erster Linie darum, dem Zuschauer mehr über die Schönheiten der Natur vor der eigenen Haustür zu vermitteln. Ist jemand erst einmal mit dem Naturgucker-Virus befallen, entwickeln sich die Gedanken über den Schutz der Natur ganz von alleine. Viele Menschen würden ja gerne selbst einmal draußen in der Natur Vögel beobachten, aber sie wissen nicht, wo gute Stellen zum Beobachten sind. Hierbei kann mein neuer Film behilflich sein.
  • Worauf darf sich der Zuschauer als nächstes freuen?

    Schon bei den Dreharbeiten hatte ich die Qual der Wahl, welche Gebiete ich im Film zeige und welche nicht. Denn es gibt noch eine ganze Reihe von guten Beobachtungsplätzen im Land. Und so habe ich mich dazu entschlossen, weitere Gebiete mit interessanten Vogelarten zu porträtieren. Es gibt eine Fortsetzung von „Deutschlands wilden Vögeln.“ Die wird vorraussichtlich im Herbst 2014 ins Kino kommen. Meine Reise zu den Vögeln geht also weiter. Die Dreharbeiten sind schon fast abgeschlossen, und bald geht es wieder für einige Monate in den Schneideraum. Was mir zwischen Helgoland und Nebelhorn so alles vor die Kamera flog, wird garantiert genau so spannend und unterhaltsam werden wie der erste Film.
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